Herrschaft Itter
Home
Geschichtliches
Genealogisches
 
 
 
 
 
 
 

Die Herrschaft Itter im 14. Jahrhundert: Die grünen Flächen sind die Besitzungen des Hauses Itter. Neben dem Hauptterritorium liegt im Norden die Enklave Höringhausen, im Nordwesten die Enklave Eimelrodt und um die Herrschaft herum eine Menge Streubesitz. Tatsächlich lässt sich aber noch weiterer Streubesitz um Arnsberg, Soest, Erwitte, Lippstadt und um Paderborn nachweisen.Möglicherweise gab es noch weiteren Streubesitz in den Grafschaften Nassau und Dietz. Der nördliche Teil der Herrschaft gehörte zum sächsisch-westfälischen Raum. Der südliche Teil zum fränkisch hessischen. Der nördlich grössere Teil gehörte kirchlich zum Bistum Paderborn, der südliche zum Erzbistum Mainz.

Die Lehensherren waren der Abt von Corvey durch Lehensauftragung der allodialen nördlichen Herrschaft durch das erste Haus Itter im Jahre 1126. Weitere Lehensherren waren die Grafen von Arnsberg, die Landgrafen von Hessen, die Grafen von Nassau, die Grafen von Wittgenstein und Battenberg, die Grafen von Ziegenhain, die Grafen von Waldeck, die Bischöfe von Paderborn, die Erzbischöfe von Mainz und Köln, möglicherweise auch die Grafen von der Mark und Berg sowie die Klöster Busdorf und Abdinghof in Paderborn.

Das Haus Itter hatte selbst einen Lehenshof und somit freie Vasallen aus dem Ritterstand sowie ritterliche Dienstleute (unfreie Ministerialien). Augrund dieser Stellung in der Lehnsordung gehört das Haus Itter dem mittelalterlichen Stand der freien bzw. edlen Herren an. Diese mittelalterlichen Freiherren, die aus dem Geburtsadel hervorgingen haben nichts mit dem modernen Freiherrn gemeinsam, der ab Ende des Mittelalters niederadligen ritterlichen und briefadligen Familien verliehen wurde.

Die Karte wurde gescannt nach der Grundkarte in Territorialgeschichte der Grafschaft Waldeck von Ulrich Bockshammer, Schriften des Hessischen Amts für Geschichtliche Landeskunde, N.G. Elwert Verlag Marburg,1958